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Meine Foto-Ausrüstung – Teil 1

Ich habe vor kurzer Zeit angefangen, Packlisten für meine Fotoshootings zu erstellen. Bislang habe ich meine Tasche vor einem Shooting immer etwas planlos gepackt. Das hat ca. 15 Minuten gedauert und ich hatte meistens die wichtigen Sachen dabei. Aber ein paar Kleinigkeiten haben manchmal gefehlt. Seitdem ich die Packlisten habe, kann ich meine Tasche innerhalb von 5 Minuten packen und vergesse garantiert nichts, weil ich alles der Reihe nach ankreuzen kann. Viele Dinge sind mit der Zeit dazugekommen. Die ersten paar Shootings habe ich nur mit Kamera und Objektiv gemacht, aber seitdem ist die Liste immer länger geworden. Ich habe Listen für Outdoor-Porträt-Fotoshootings, Hochzeits-Shootings und Architektur-Shootings in der Blauen Stunde (abends oder früh morgens).

Hier ist die Liste für Outdoor-Porträt-Fotoshootings. Wenn Ihr Fragen habt oder denkt, dass etwas fehlt, dann schreibt mir einen Kommentar. Ich habe für die meisten Produkte Amazon-Links rausgesucht. Wenn ihr über diese Links bei Amazon einkauft, bezahlt ihr den ganz normalen Preis und ich bekomme eine kleine Provision.

Meine Kamera-Tasche, darin sind:

  • Meine Kamera Pentax K-3 – Bei Porträt-Fotoshootings habe ich „nur“ eine Kamera dabei. Für Hochzeiten nehme ich noch meine K-5 als Zweitkamera mit. Meine Pentax K-x benutze ich kaum noch.
  • Kamera-Akku und Ersatz-Akku – Ein Akku hält für ca. 700 Fotos. Das reicht dicke für ein Shooting. Aber ich weiß ja vorher nie, wie viele Bilder ich machen möchte und wie viel Live-View ich benutzen muss.
  • Kameragurt – Ich habe einen abnehmbaren Gurt. Wenn der Gurt ab ist, kann ich mir die Kamera nicht um den Hals hängen und muss die Kamera die ganze Zeit in der Hand halten. Also besser den Gurt nicht vergessen.
  • SD-Karten – Zwei Stück in der Kamera und eine als Backup

Objektive

  • Pentax A 50mm f1,7 – meine absolute Lieblingslinse für Porträts. Damit mache ich 90 % meiner Porträt-Fotos. Sie ist schon bei f2,0 super scharf. Sie hat keinen Autofokus, aber das brauche ich bei Porträts auch nicht. Ich fokussiere lieber manuell. Wenn nachher ein paar Bilder unscharf sein sollten, kann ich nicht über die Technik schimpfen sondern nur über mich selbst. Diese Linse gibt es nur noch gebraucht zu kaufen, zum Beispiel bei Ebay. Sie kostet ca. 90 €.
  • Pentax DA AL-Objektiv F 2,4, 35mm – Eine schöne, flexible, schnelle, scharfe und bezahlbare Linse. Damit mache ich 5 % der Porträt -Fotos. Ich mache sie nur drauf, wenn ich das 50er wegen dem Bildwinkel nicht benutzen kann.
  • Pentax K 135 f3,5 – ab f5,6 schön scharf mit guter Freistellung. Leider ist es schwierig, damit Porträts zu machen, weil der Abstand vom Kunden ca. 10 Meter betragen muss. Das bedeutet, dass oft andere Personen durchs Bild laufen und ich die Anweisungen sehr laut rufen muss, damit mein Kunde sie hören kann. Wenn ihr also in Berlin jemand laut im Park rufen hört „Jetzt mal das Kinn etwas hoch!“ „Dreh dich mal bitte leicht nach rechts!“ dann bin ich das, wenn ich mein 135er drauf habe. Diese Linse gibt es nur noch gebraucht zu kaufen, zum Beispiel bei Ebay, für ca. 50 €.

Im Rucksack sind:

  • Sigma EF-610 DG Super Blitzgerät – Zum Aufhellblitzen, kommt aber nur selten zum Einsatz.
  • Mini-Softbox für den Blitz – macht das Licht etwas weicher.
  • Effektfilter für den Blitz – gibt dem Blitzlicht die richtige Farbtemperatur, zum Beispiel dann, wenn ich beim Sonnenuntergang blitze. Ohne Folien wird das Blitzlicht zu kalt.
  • 5in1 Faltreflektor – Viel besser als der Blitz, weil er natürliches Licht macht. Ganz wichtig zum Ausleuchten, Schatten machen, Windstille erzeugen oder Luft zufächeln. Leider ist er ausgeklappt recht sperrig und daher braucht man beim Shooting oft eine dritte Person als Assistenten. Ich muss allerdings aufpassen, dass ich meine Kunden damit nicht zu sehr beleuchte, weil das im Sommer sonst ganz schön warm wird und blendet.
  • Eneloops– 4 Stück im Blitz und 4 Stück als Backup.
  • Lenspen und Mikrofasertuch – zum Objektivreinigen.
  • Infrarot Fernauslöser für die Kamera. Eigentlich habe ich bei meinen Porträt-Shootings die Kamera immer in der Hand und löse mit meinem Zeigefinger aus. Aber der Infrarot-Auslöser ist super klein und leicht und kommt immer mit nach dem Motto „schaden kann es nicht“.
  • Handtuch – Absolut unverzichtbar. Wenn es geregnet hat, kann ich damit Bänke abwischen, bevor ich meine Kunden für ein Foto drauf Platz nehmen lasse. Wenn es trocken ist, dann lege und setze ich mich selbst drauf, wenn ich Fotos aus der Froschperspektive machen möchte.
  • Vertrag und Rechnung – Ein bisschen Papierkram muss sein.
  • Wasser und Essen – Sehr wichtig für Pausen. Wasser ist unverzichtbar an warmen Tagen.
  • Beispielfotos – Inspirationen für Posen und Gesichtsausdrücke. Insbesondere in den ersten Minuten sehr hilfreich, bis die Kunden sich gelockert haben und ich mich warmgeschlossen habe.
  • Visitenkarten – Um sie den Kunden zu geben.
  • Eine Mütze für mich – Im Winter gegen die Kälte und im Sommer gegen die Sonne.
  • Handschuhe – nur im Winter wenn es kalt ist.
  • Spiegel – damit die Kunden sich die Haare und die Kleidung richten können.
  • Make-Up Puder – sehr hilfreich um an warmen Tagen den Schweiß vom Gesicht zu bekommen, auch bei Männern.
  • Haar-Gummis und Klammern – Wenn der Wind weht sind unauffällige Haarklammern bei langen Haaren unverzichtbar. Leider haben meine Kunden fast nie welche dabei, daher bringe ich immer welche mit.
  • Schere – um störende Dinge abzuscheiden. Zum Beispiel Waschhinweise, die aus der Kleidung des Kunden heraushängen.

Viele Grüße
Constantin Schäfer
Fotograf aus Berlin


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